Rezension

Honigmann & Breuer: Seelenjäger

„Honigmann & Breuer: Seelenjäger“ von Robert Friedrich Cube, erschienen im Verlag in Farbe und Bunt.

 

Um was geht’s?

Der zweite Weltkrieg ist zu Ende. Simon Honigmann kehrt aus dem Exil zurück nach Deutschland um seine Forschungen über übernatürliche Phänomene weiter zu führen. Eigentlich soll ihm dabei Dr. Breuer zur Seite stehen. Das ist aber schwieriger als gedacht. Trotzdem muss sich jemand dringend um die umherschwirrenden Seelen kümmern und sie wieder einfangen, bevor sie sich einen Menschenwirt suchen.

Was gibt’s dazu zu sagen?

Ehrlich gesagt, bin ich nur auf die Reihe aufmerksam geworden, weil ich Robert Friedrich Cube auf Facebook abonniert habe. Irgendwann wollte ich wissen, was der Mann denn so schreibt. 

Ich wusste es, du bist ein Stalker…

Vielleicht ein bisschen. Aber ich habe es auf keinen Fall bereut. Genauso interessant wie seine Beiträge, ist nämlich auch die Reihe „Honigmann & Breuer“. Mittlerweile gibt es zwei Teile, aber es sind in der WELTENWANDLER Serie noch weitere geplant.

Zweiter Weltkrieg? Fantasy? Vermutlich hat es irgendwas mit der SS zu tun und dem heiligen Gral. Kennen wir schon seit Indiana Jones.

Das ist es ja eben, es spielt in der Nachkriegszeit und nicht direkt im Krieg. Eine Fantasy Reihe die zwischen Ruinen spielt, voller demoralisierter Menschen die erst mal wieder mit der Realität klarkommen müssen. Dazwischen all die Seelen, die freiwurden, weil so viele Menschen starben. Was für eine geniale Kombination. Warum ist da vorher noch keiner darauf gekommen?

Weil das ein heikles Thema ist? Könnte schnell in Richtung „Die bösen Alliierten haben uns alles kaputtgemacht, wir haben doch gar nichts gemacht“ gehen.

Das tut es zum Glück nicht. Simon ist Jude und hat viele Familienmitglieder verloren. Nur drei sind ihm geblieben. Mit diesen, übrigens drei Frauen, wohnt er dann auch zusammen. Der Autor lässt den Protagonisten zurück in ein Land kehren, in dem er auch mal gern gelebt hat und in dem die Menschen mehr als nur schwarz oder weiß sind. Das ist spannend und bildet schön die Wirklichkeit ab.

Der Hintergrund von Dr. Breuer bleibt einem noch verborgen. Ich hoffe aber in späteren Teilen lernen wir noch mehr. Auch die Kombination der Charaktere ist genial und ausgewogen. Simon ist naiv und liebenswert und Dr. Breuer einfach nur dreist.

Du hast noch gar nichts über den Stil gesagt. Ist der wenigstens schlecht?

Natürlich nicht. Der Stil ist sehr gut.

Komm schon, irgendwas gibt es doch immer…

Also gut, es gibt einen Punkt, der mich stört. Die Seitenzahl. Es sind pro Teil nämlich nur 60. Die Reihe ist als Novellen Serie konzipiert. Das kam aus dem Klappentext nicht hervor und hat mich erst irritiert. Das Konzept des Verlages zu WELTENWANDLER klingt aber eigentlich gar nicht schlecht. Jeden Monat wird eine neue Geschichte veröffentlicht. Mehrere Autoren sind daran beteiligt. Das ist jetzt nur störend, wenn man nur einer Geschichte folgen will, länger warten muss und dann immer nur ein Häppchen bekommt. Aber was soll’s, ich werde weiterlesen und vielleicht probiere ich die anderen Autoren ja auch aus.

Was bei der Kritik aber wieder lobend erwähnt werden muss ist, dass der Autor es in der kurzen Zeit trotzdem schafft uns zu fesseln. Das erreichen manche in 500 Seiten nicht. Auch deswegen finde ich es wahrscheinlich so gut.

Wann ist das was für mich?

Die Reihe ist was für dich, wenn du deine Geisterjäger am liebsten koscher magst. Außerdem solltest du die Novelle lesen, wenn du auf Fantasy in einem ungewöhnlichen Setting stehst.

Gibt’s noch ein Fazit mit so einem Bewertungssystem?

Ungewöhnliche Fantasy Novelle macht Lust auf (viel) mehr.

Deswegen

5 von 5 Ananas

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