Rezension

Valkyrie – Zurück ins Jetzt

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„Valkyrie – Zurück ins Jetzt“ von Tina Skupin, erschienen im Verlag ohneohren.

 

Um was geht’s?

Frida ist eine Walküre Odins und hat ganz schön viel zu tun. Ständig muss sie Aufträge für ihren Herrn ausführen. Als einer dieser Aufträge nicht ganz so gut gelingt, wacht sie  plötzlich im modernen Stockholm auf. Schnell findet sie heraus, dass sie wohl 1000 Jahre geschlafen hat und viele Norsen damals einfach verschwunden sind. Auch die Brücke nach Asgard existiert nicht mehr. Das alles zu verkraften ist gar nicht so einfach, vor allem nicht, wenn man für die modernen Norsen in der U-Bahn Stockholms arbeiten muss.

Was gibt’s dazu zu sagen?

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar von der Autorin bekommen.

Aha! Du bist also voreingenommen! Das ist jetzt sicher Werbung!

Nein, das bin ich nicht. Ich behandele das Buch wie jedes andere auch. Trotzdem habe ich das jetzt als Werbung gekennzeichnet, um mich abzusichern.

Wie war’s denn jetzt?

Ziemlich gut. Ich kenne mich jetzt gar nicht so in der nordischen Mythologie aus, aber mich hat die Geschichte aus Sicht der Walküre gleich gefesselt.

Der Roman wechselt zwischen humorvollen Szenen und Action schön hin und her. Ich finde ja, es gibt fast nichts Schlimmeres als eine langweilige Storyline, aber das ist hier wirklich nicht der Fall. Wo Norsen sich begegnen wird gekämpft. Dabei merkt man übrigens, dass die Autorin schon mal ein richtiges Schwertkampftraining besucht hat. Eine Trainingseinheit wird zum Beispiel sehr realistisch dargestellt.

Aha, da hauen sich also die ganze Zeit alle gegenseitig (einigermaßen professionell) auf die Fresse…

Nein. Also ja, aber nicht nur. Wunderbar ist der Anfang, wenn man Frida durch ihre neue unbekannte Welt folgen darf. Da sitzt sie zum Beispiel dem Irrtum auf, „Freie Presse“ wäre der richtige Name eines Norsen. Auch einige andere moderne Gewohnheiten kennt sie nicht und alle neuen Bekannten wundern sich, warum sie fliesendes Wasser in der Wohnung so unglaublich toll findet. Es macht einfach Spaß und Frida ist auch unheimlich sympathisch.

Frida = Walküre = Nett. Sonst noch was?

So einfach, wie du das darstellst, sind die Figuren in dem Roman nicht. Ich mag Frida, das heißt aber nicht, dass sie immer nett ist. Für Odin würde sie zum Beispiel jeden Auftrag durchziehen, ohne Rücksicht auf Verluste. Da macht sie auch vor alten Freunden nicht halt. Damit wirkt sie wirklich nicht eindimensional. Selbst bei den Nebenfiguren merkt man die Arbeit. Gudrun zum Beispiel ist eine gutmütige Heilerin, kann aber auch dazu getrieben werden, jemanden abgrundtief zu hassen. Sie ist übrigens ein Varulf, also eine Art Werwolf und damit nicht der typische Heiler. Der Preis für den skurrilsten Nebencharakter geht aber an Vi. Sie ist sozusagen der Geist eines kleinen Mädchens, das als Moorleiche endete. Auf der einen Seite niedlich, auf der anderen aber total gruselig. Außerdem ist sie mit dem Internet verbunden und immer, wenn sie gedanklich recherchiert, erscheint eine Sanduhr über ihrem Kopf. Wenn das nicht ungewöhnlich ist, dann weiß ich auch nicht.

Was, alles toll? War wenigstens der Plot Twist blöd?

Nein, überhaupt nicht. Ich habe ihn nämlich nicht kommen sehen.

Wahrscheinlich, weil du dich in der nordischen Mythologie nicht auskennst, wie du gesagt hast.

Kann schon sein, aber für mich gab es wirklich gar keine Anzeichen. Vielleicht weil ich auch einfach so gefangen war.

Komm schon, irgendwas hat dir doch nicht gefallen. Du bist doch immer so überkritisch.

Mir hat relativ am Anfang ein Dialog nicht ganz so gut gefallen. Aber das war auch schon alles. Ich habe wirklich versucht die großen Schwächen zusammenzufassen, aber mir ist nichts eingefallen. Was ich sonst immer kritisiere (Stil, Storyline, Charakterentwicklung) war alles gut. Sogar genug Frauen spielen mit! Starke, echte Frauen! Genau so, wie ich es eben mag.

Wann ist das was für mich?

Das Buch ist was für dich, wenn du gerne mit Männern mit Bärten auf Kaperfahrt gehst. Außerdem solltest du das Buch lesen, um deine Kenntnisse über nordische Mythologie aufzufrischen und Spaß mit starken Frauen zu haben.

Gibt’s noch ein Fazit mit so einem Bewertungssystem?

Urban Fantasy mit der richtigen Menge an Walküren-Power.

Deswegen

5 von 5 Ananas! Da war die Bewertung echt nicht schwer!

2 Kommentare

    • Kathrin

      Hallo Sylvia,

      solltest du auf jeden Fall! Ich war vorher jetzt kein Fan von nordischer Mythologie, bin es aber jetzt 😀
      Außerdem wurde mir sogar ein dritter Teil versprochen. Kann also noch richtig spannend werden!

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